Carrosseriesattler und Carrosseriesattlerinnen sind Fachleute für die Innenausstattung von Autos, Eisenbahnwagen, Schiffen, Flugzeugen, Industrie usw. Sie fertigen Polster aus Stoff, Leder oder Kunstleder, Cabrioletverdecke und massgeschneiderte Blachen. Ausserdem passen sie Teppiche ein, verkleiden Seitenwände, Türen und Decken und erledigen alle Glaserarbeiten am Wagen.

Die Herstellung von Spezialpolsterungen zB. im Spitalwesen (OP), Therapiewesen fallen ebenfalls
in das Spektrum des Carosseriesattlers.

Das Innere von serienmässig hergestellten Personenwagen verändern CarrosseriesattlerInnen nach den speziellen Wünschen der Kundschaft. Sie bauen z. B. getönte Scheiben ein oder beziehen die Polster mit exklusiven Materialien. Bei älteren Fahrzeugen, Unfall- oder Einbruchwagen reparieren und erneuern sie defekte oder abgenutzte Teile.

Gefragt sind gute Handfertigkeit, gutes Augenmass, räumliches Vorstellungsvermögen, ein ausgeprägter Farben- und Formensinn, gestalterische Fähigkeiten, Fantasie, Zuverlässigkeit und Selbständigkeit.

 

DIE LEHRE (3 Jahre)Voraussetzungen:

  • Abgeschlossene Volksschule
  • Gute Leistungen in Mathematik, Geometrie und Zeichnen

Praktische Ausbildung: in einer Carosseriesattlerei, ergänzt durch EinführungskurseTheoretische Ausbildung: 1 Tag pro Woche an der Berufsschule

Fächer: Berufskunde, Materialkunde, Fachzeichnen, Fachrechnen, Sprache und Kommunikation, Gesellschaft (Recht, Politik, Wirtschaft, Kultur), Turnen und Sport

Berufsmatura: Diese berechtigt in der Regel zum prüfungsfreien Zutritt zu den Fachhochschulen. Einzelne Schulen setzen jedoch einen zusätzlichen Test oder eine Eignungsabklärung vor Studienbeginn voraus.

Abschluss: Die bestandene Lehrabschlussprüfung gibt Anrecht auf das eidg. Fähigkeitszeugnis als „Gelernte/r Carosseriesattler/in“.

Nach 5 jähriger Berufserfahrung besteht die Möglichkeit, die 2 jährige, modulare Meisterschule zu besuchen.